Morgenröte - Botschaften

84. Nackt vor dem Höllentor

Drucken

 

Pfingstsonntag, 27. Mai 2012; № 84

Jesus ruft:
O gekrönte Erde!
Falle nieder, wie Tau auf das Morgenrot!
Richte auf dein Herz! Der Tempel steht offen! Komm und trete ein!
O du Mein geliebtes Volk! Verwerfe nicht das Licht!
Sonst verwirft der Schöpfer aller Dinge, deine Seele in den Grund der Finsternis!
O gekrönte Erde!
Erwache und säume nicht!
Sieh das Morgenrot! Das Leben erwacht! Sieh den Tempel! Sieh!
Die Schöpfung neigt sich zur Erde!
Falle nieder, o Israel – Mein Volk!

(Jesus ruft weinend und herzzerreißend:)
Ich rufe! Ich bitte! Ich weine und klage! Wo ist Mein geliebtes Volk?
Das Heer zieht herbei mit Schwertern, um das Herz der Liebe zu zerstören.
Blicke auf Mein Volk! Erhebe dich!
Denn Meine Füße zertreten die Lüge!
Meine Füße betreten dein Herz!
O gekrönte Erde! Falle nieder!
Das Morgenrot erwacht!
Es erhebt sich im Tau des Nebels!
Es erhebt sich der Geist der Sünde!
Schwert gegen Schwert!

(Jesus weint sehr! Engel bringen weiße Tücher, damit Jesus seine Tränen abtrockne.)
O gekrönte Erde! Weine und klage!
O gekrönte Erde! Verkümmere nicht!
Falle nieder! Falle nieder vor Mein Angesicht!

(Jesus weint immer mehr!)
Meine Tränen fallen auf die Stadt Jerusalems!
Meine Füße wandern blutüberströmt:
Von Herz zu Herz – von Land zu Land – von Wasser zu Wasser!
O gekrönte Erde!
Sieh, Mein Blut! Sieh’, Dein König!
O Jerusalem! Weine und klage!
Sieh!

(Jesus zeigt eine Stadt. Schön geschmückt. Sie erstrahlt.
Die Dächer sind flach und doch hat die Stadt etwas Majestätisches.)
Sie geht verloren!

(Die Stadt, die Häuser fallen zusammen!)
Der Tempel beschmutzt, nicht geschmückt wie eine Braut!
Sondern verworfen in die Schlucht der Finsternis!

(Jesus weint blutige Tränen!)
O du Mein geliebtes Volk!
Was hast du gemacht aus den Schätzen Meiner Liebe?

(Die Engel bringen die blutverschmierten Tücher vor den Thron Gottes.)
O wehe dem Land! O wehe dem Volk! O wehe dem Mensch!

(Das Herz Jesu ist geöffnet, es ist zerrissen und voller Blut.)
O Jerusalem! Ich errichte dich neu!
O Meine geliebte Stadt! O du Meine Kirche!
O du Mein Land! O du Mein Erbe!
O du Mein erwähltes Volk!
Ich zürne unter Tränen! Ich weine und klage!
[Anmerkung des Webmasters: Jerusalem als Bild für die Kirche.]

Du wirst weinen und klagen!
Und Mein Herz wird sich erheben im Zorn der Gerechtigkeit!

(Jesus spricht sehr streng.)
O Israel erwache! Komm und tröste Mich!
Komm! – Tröste! – Weine und klage mit Mir!
Die Mauern stürzen ein! Der Bruch ist nicht unmöglich!
Denn es geschieht, was geschehen soll!
[Anmerkung des Webmasters: Israel als Bild für das neue Volk Gottes, die Getauften.]

O Meine geliebte Heimat!
Ich habe dich nicht verlassen!!
Du hast Mich verlassen!!

(Jesus ruft flehentlich – bittend – voller Liebe.)
O Israel – Mein Volk – richte doch auf!
Richte dich auf und kehre heim!

(Jesus deutet auf den Mond.)
Der Mond – er scheint! Wie lange noch?
Wie lange wirst du den Mond sehen? Wie lange noch?
[Anmerkung des Webmasters: Der Mond ist der Widerschein der Sonne – Bild für die Mutter Gottes.]

O Jerusalem! Komm und baue auf!
Komm, du Mein Volk!
Sende deine Arbeiter in Mein Werk, in Mein Liebeswerk, das Ich geschenkt!
O gekrönte Erde!
O Israel! Wo bist du? Ich kann dich nicht finden!
Wo bist du? Wo lebst du? Ich blicke umher! Wo bist du?

(Jesus schaut sich um, fast überall Finsternis, nur ab und zu ein kleines Licht.)
Der Tod umlagert dein Herz! Der Stachel ziert dein Herz!

(Jesus zeigt die Herzen der Menschen.
Viele Herzen sind schwarz, manche dunkelgrau.
Einige hell, mit leichten Flecken – wenige ohne Flecken.)
Der Tod ist nicht mehr am Tage, wenn Ich komme!
Denn der Mond weint bittere Tränen!
Ich habe geschaut – lange!
Ich habe den Mond gehalten!

(Jesus zeigt das Herz von der Mutter Gottes: Es ist blutig.)
Und unsere Tränen sanken danieder auf das geliebte Volk, das Ich erwählte!
Wo wandert Mein Volk?
Wo wandert es hin?

(Jesus zeigt viele Seelen. Es sind Gottgeweihte Seelen.
Ordensleute, Kardinäle, Bischöfe, Priester, Diakone.
Ein Heer von Gottgeweihten Seelen. Sie gehen auf die Hölle zu.
Viele haben schon einen Fuß am Höllentor.
Jesus weint sehr und ruft herzzerreißend.)

Der Führer wird begraben!
(Menschen legen Papst Benedikt lebendig in einen Sarg, nageln ihn zu.
Er kann sich nicht bewegen, bekommt kaum Luft.)
Der Stein wurde verworfen!

Der Gesalbte wurde gegeißelt! Um der Sünden willen!
(Jesus zeigt seine Geißelung.)

Wo gehst du hin, o Mein geliebtes Volk?

(Jesus schaut zum Himmel, ein Tor öffnet sich.
Gott Vater, auf einem goldenen Thron.
Jesus ruft Ihm zu:)
Siehe Mein Vater die Herde!
Sie verlässt den Hirten!
Sie geht dem Abgrund entgegen!
Komm, Vater der Güte und rette – durch Dein Erbarmen!

(Gottgeweihten Seelen ziehen ihre Kleider aus, sie sind nackt.)
Jesus schaut jetzt auf die Erde, zu den Menschen.)
Wo füllt sich der Hof?
In der Sonne? – Die im Monde scheint?
Oder in der Finsternis? – Am Höllentor?
[Anmerkung des Webmasters: „Nackt“ bedeutet ohne Würde.]

O Meine liebe Erde! – Erwache!
O Israel! Ich führe dich!
Erkenne doch,
Mein Jerusalem ist nicht tot, sondern lebt, weil Ich lebe und liebe!
Und weine und klage – wie am Kreuze!
Ich rief:
Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Vater, nimm hinweg der Trübsal Last!
Vater, nimm hinweg Frevel und Schuld!
Vater, Mein Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!
O Israel! Schau auf das Morgenrot! Es ist verklärt!
Ich komme bald! Ich komme bald! Ich komme bald!

(Die geweihten Seelen – ein Heer von Menschen!
Sie stehen nackt vor dem Höllentor. Sie alle haben ihre Kleidung abgelegt.
Viele haben schon einen Fuß in der Hölle, der andere Fuß ist noch draußen.
Die Tränen der Muttergottes fallen auf die Füße, die noch draußen sind.)
[Anmerkung des Webmasters: „Nackte Gottgeweihte“ meint, dass die Gottgeweihten
die Würde ihrer Berufung weggeworfen haben, ihre Berufung nicht mehr leben oder sich ihrer entledigen.]

Seht und erkennt die Zeichen der Zeit!
Schaut auf den Mond!
Er weint und hüllt das Erbe in Tränen.
In den Mantel der Barmherzigkeit!
Mein Volk erkenne – Meine Arbeit!
Erkenne! Liebe! Bitte! Flehe! Wirke!
Und berühre durch die Weisheit das Gesicht des Mondes.
Denn sein Glanz und seine Herrlichkeit schweben hernieder!
Doch wer erkennt die Zeichen der Zeit?
Am Abgrund steht das Heer!
Wer vermag es aufzuhalten?

(Hinter den Geweihten Seelen stehen viele Menschen:
Jene, die den geweihten Seelen auf den Weg zur Hölle folgen.
Die ihren Lehren folgten und folgen, nicht der Lehre Jesu!
Gott Vater zeigt eine goldene Tafel – darauf stehen die 10 Gebote.
Gott Vater zeigt Papst Benedikt: Ihm soll man Folgen.)

(Jesus ruft ganz traurig:)
Mein Gott! Verlasse nicht Mein Volk!
Dein Volk! Dein Erbe! Mein Erbe!
Denn das Erbe der Heiligkeit wird zertreten mit aller Macht.
O Sonne, leuchte!
Hab Erbarmen, Vater des Himmels!

(Jesus ruft mitleidsvoll und bittend zum Vater:)
Schau, die Sonne! Schau, ihre Tränen! Schau, Meine Tränen!
Sie fließen zur Erde, berühren den nackten Menschen!
Schenke Du das Kleid der Erkenntnis!
Schenke Du das Erbe neu!
Das Erbe – das verworfen wurde in den Grund der Lüge!
[Anmerkung des Webmasters: „Sonne“ ist das Bild für Christus.]

(Jesus schaut auf die Erde, zu den Menschen. In die Herzen der Menschen.)
O Mein Volk!
Erweiche doch dein Herz! Schau auf Meinen Tod!
Ich lebe durch den Tod und liebe im Tod, jeden Tag aufs Neue.
Komm und fülle deine Kammer!
Komm und fülle dein Herz!

Der Sämann – Er säte.
Er ging in sein Haus und holte Wasser.
Er nahm den Pflug, doch der Pflug war stumpf.
(Unter dem Pflug sitzen Dämonen.)
Warum brachte das Wasser kein Leben?
Warum lockerte der Pflug nicht die Erde?
Weil der Glaube fehlt!
Der Glaube an Meinen Tod!
Der Glaube an Meine Barmherzigkeit!
Der Glaube an Meine Liebe!
Der Glaube!
[Anmerkung des Webmasters: Pflug als Bild für die Verkündigung des Evangeliums.]

Der Sämann geht auf den Acker.
Seine Schürze ist schwarz, darin der Samen liegt.
Was für eine Frucht wird entstehen?
Was wird er ernten?
[Anmerkung des Webmasters: Sämann als Bild für die Verkünder des Wortes Gottes.]

Der Fisch schwimmt im Wasser. Die Flossen sind abgetrennt.
Wie lange wird er schwimmen?
Wie lange kann er schwimmen?
Mir entgegen?
[Anmerkung des Webmasters: Fisch als Bild für die Menschen.]
Es fehlt die Wahrheit! Es fehlt das Leben in der Wahrheit!
Ich fehle! Euer Gott und Herr!
Ich wurde hinausgeworfen aus Meiner Stadt!
Aus Meiner Stadt Jerusalem!

Doch Ich will neu errichten!
Doch man will Meine Steine nicht!
Sie wandern in die finstere Schlucht!
Die Steine der Liebe!
Meine Gebote! Mein Leben! Mein Wirken! Meine Liebe!

(Jesus wird ganz traurig.)
Liebe! Liebe! Rufen sie!
Es ist die kaltherzige Liebe, denn ihre Herzen sind kalt.
Die Steine wurden weggeworfen, die Ich selbst gebrannt!
Sie fielen aus Meinem Herzen!

(Jesus deutet auf eine sehr schöne, goldene, strahlende, große Kirche.
Dann wird die Kirche zu Seinem Leibe.
Aus seinem Herzen fallen glühende Steine, in die Hände der Menschen.
Sie aber werfen die Steine weg!)
Im Ofen der Liebe!
Im Ofen der Liebe gebrannt für Mein Volk, damit es aufrichtet die Kirche.
Meinen Leib! – Meine Herrlichkeit! – Meine Gegenwart!
Die Kirche! – Sie geht verloren – Im Schein des Lichtes!
Doch eine Flamme. – Sie zieht umher! – Und niemand vermag sie zu löschen!

Denn Ich bin die Kirche! Nie wird Mein Wort vergehen!
So wie der Mensch, der an Meinem Wort festhält, nie untergehen wird!

(Jesus weint nicht mehr. Sein Gesicht erhellt sich.)
Meine Treuen! Meine Auserwählten! Mein Volk Israel!
Komm! Nimm die Steine und baue am Tore Jerusalems!
Komm! Du Mein Volk!
Und du wirst einziehen in den Tempel Meiner Liebe!
Für immer! Durch Mein Herz! In Mein Herz! Für immer!
O Mein Volk, verzage nicht!
Das Maul Satans steht weit offen.
Noch weiter geöffnet ist Mein Herz!
Weiter – weiter, als ihr sehen könnt das Morgenrot, das im Mond sich wiegt.
[Anmerkung des Webmasters: Christus –
die aufgehende Sonne im Leibe und Herzen der Mutter Gottes.]
Noch weiter – noch weiter steht Mein Herz – und doch so nah!
So nah an euren Herzen! Am Herzen aller Getreuen! So nah!
Ich, euer Jesus! Ich, euer Jesus!
Euer König David, aus dem Stamme Juda!
Euer König! Der Herr Israels!
Nehmt Meine Bausteine der Liebe!
Baut mit auf, das Neue Jerusalem!
Groß und siegreich wird euer Lohn sein!
O, geliebte Erde! O, geliebte Kinder!
Meine Liebe zu euch ist grenzenlos!
Wärmer als die Sonne!
Heller als der Mond!
Weiter als die Erde!
Tiefer als das Meer!
Sinnlicher wie die Liebe!
(Die Dreieinigkeit steigt in die Herzen der Treuen.)

O Mein geliebtes Volk!
(Jesus schaut liebevoll alle Menschen auf Erden an.)
Stehe auf mit dem Morgenrot!
Arbeite im Schutze des Mondes und ruhe im Abendrot!
[Anmerkung des Webmasters: Abendrot als Bild des Sterbens und Nacht der Ruhe im Grab.]
Denn in der Nacht steht dein Herr und Gott an deinem Tore
und zieht dich noch näher an das reine Glück – Die reine Liebe – In die Gottheit!
Dort sollst du ruhen! Du, Mein Volk!
Der du auf Meine Worte hörst!
Du ruhst inmitten den Kriegswirren in Meinem Herzen!
Du ruhst!
Denn Ich ruhe in dir!
Der König der Liebe!

Das Schicksal ist nicht bedrückend.
Das Schicksal belebt die Sinne und den Geist.
Mein kleines treues Volk! (Jesus deutet auf die Menschen die Ihm folgen.)
Mein Führer, ganz groß! (Jesus deutet auf Papst Benedikt.)
Welch eine Freude! Welch ein Trost!
Erkennt! Ich brauche euch!

(Jesus legt jedem einen Stein in die rechte und in die linke Hand.)
[Anmerkung des Webmasters: „Stein“ – Stein des Davids gegen Goliath.]
Ich diene euch – indem Ich euch gebe, was ihr braucht.
Und ihr dient Mir!
Welch eine Freude! Welch ein Trost!
Meine kleine Herde!
(Jesus schaut zu Gott Vater und ruft Ihm zu!)
Sieh! Sieh, Mein Volk – die kleine Herde!
(Jesus deutet auf die treuen Menschen.)
Sieh! Sieh, Mein Volk! Mit Meinem Führer!

(Gott Vater ruft voller Freude.)
O, Meine geliebte Erde!
Ich sehe Mein Volk, das auf Mich baut, das nur alleine auf Mich schaut.
Und mit Mir zieht und alles gibt.
So will Ich retten, will viele an Mich ketten.
Mit Meiner Liebe und Geduld und Meines Sohnes Güte und Huld.
Meine Treuen, Auserwählten, Meine Lieblingskinder, Mir Vermählte.
O, Blumen, blühet und sehet her, hier steht Mein Volk nicht im Sündenmeer.
O, Sonne, scheine und säume nicht, komm leg dich in des Treuen Angesicht.
Und leuchte weit, weit in die Ferne. Ich bin es, Dein Gott, im Mond und Sterne!
[Anmerkung des Webmasters: Hoffungsvoll erwarten das Eingreifen Gottes.]

(Jesus spricht liebevoll und mahnend.)
Der Sturm vergeht. Die Nacht bricht herein.
Das Licht erlischt!
Dunkel! Dunkelheit!
Du kannst nicht mehr den Acker sehen. Zu spät!
Du kannst nicht mehr säen. Zu spät!
Du kannst nicht mehr schwimmen. Zu spät!
Die Flossen können nicht mehr wachsen. Zu spät!
Du kannst nicht mehr am Hause bauen. Zu spät!
Denn deine Hände können nichts mehr tun. Zu spät!
Zu Dunkel!
Zu weit gegangen! Zu weit weggegangen!
DU bist zu weit gegangen!
DU bist zu weit weg gegangen!
[Anmerkung des Webmasters: Zustand der Jetztzeit.]

Ich trug dich dein Leben lang!
In der Wahrheit! Du bedecktest sie mit Lüge!
In der Liebe! Du bedecktest sie mit Hass!
In der Barmherzigkeit! Du bedecktest sie mit Ungerechtigkeit!
In der Güte! Du bedecktest sie mit Gleichgültigkeit!
In den Geboten! Du bedecktest sie mit Stolz!
In der Gottesfurcht! Du bedecktest sie mit Gotteslästerung!

(Jesus spricht jetzt wieder sehr traurig. Seine Augen füllen sich mit Tränen.)
O, gekrönte Erde!
Warum schaust du nicht auf Meine Tränen?
Sie fließen zum Bächlein, um zu füllen das große Meer.
Doch das Bächlein wird verschlossen. Mit Unkraut das Tor!
Wohin sollen Meine Tränen fließen?
Wer vermag zu verstehen, welch Kostbares Gut sich hier verbirgt?

O, gekrönte Erde!
Verlange doch vom Höchsten!
Man will nicht erkennen!
Man will Mich nicht erkennen!
Man will Mich nicht bitten!
Man will sich nicht bekehren!
Man will nicht umkehren!
Man will nicht verlangen, was zum eigenen Heile dient!

(Jesus ruft herzzerreißend. Er weint blutige Tränen!)
O, gekrönte Erde!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
In das trübe Tal, ohne Ende, ohne Zahl!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus dem Kreuze Mein, mit Schmerz und Pein!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus den Wunden all, bis zum Tode, im letzten Fall!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus Meinem zerrissenem Herzen, in Qualen und Schmerzen!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus Meinem Haupte, denn verloren ging der Glaube!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Meine Gebeine zerstochen, Mein Herz gebrochen!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Der Speer durchdringt die Seite, damit der Friede bleibe!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus den Füßen, alles im Blut, weil die Lüge nie ruht!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus den Händen, die durchbohrt, zertreten wird Mein Wort!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus dem Leibe der Klarheit, verbrannt wird die Wahrheit!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus jedem Haus, was Kirche sich nennt, der mystische Leib, ohne End!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Aus all Meinen Wunden, das Meine Liebe wird gefunden!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Die Menschheit ist leer, Ich fülle sie im blutenden Meer!
Mein Blut rinnt hernieder, immer und immer wieder.
Der Geist sich senkt, damit man die Wahrheit erkennt!

Mein Blut rinnt hernieder! Aus all Meinen Gliedern!

Kein Mensch will verstehen, will Meine Wege gehen!
Will ändern und zerstreuen, die Wahrheit der Getreuen!
Will herrschen, nicht geben, will bestimmend sich erheben!
Gegen Meine Liebe und Mein Wort!
Sünde und Mensch! ICH trag sie fort!

O, gekrönte Erde!
O, Meine geliebte Stadt Jerusalem! Du bist nicht mehr!
Höre, o Mensch! Höre!
Blicke auf die Steine, die Ich dir gegeben!
Und fange an, die Neue Stadt Jerusalem aufzubauen!

(Jesus weint keine blutigen Tränen mehr.
Er schaut bedenklich, voller Sorge, auf die Menschen.)
Der Sturm weht von Osten.
Die Dürre liegt auf dem Land, das einst voller Pracht leuchtete.
Der Schwefel zieht von Ost nach West.
Und vom Norden weht ein eisiger Wind.
Sein Hauch bringt Tod und Verderben.
Der Westen weint und klagt, denn die Dürre brach herein.
Obwohl man das Wasser besaß, hat man nicht getränkt das Land.
So fiel es in die Dürre und atmete in Not.
Im Osten fließen Tränen in den Schornstein, denn man hatte Türen und Fenster verriegelt.
Man wollte nicht sammeln und ernten.
Nun ist die Not groß,
denn das Meer Meiner Tränen wird sich über alle Ungerechtigkeit ergießen.
Der Süden liegt im Eise, denn der Sommer wurde in Unzucht gehüllt.
Und das Eis belegte das Kleid.
Es hing herab, man konnte es nicht trennen. Zu eisig war das Eis.
Der Westen sitzt auf zwei Hufen. Sie folgen dem Tier auf zwei Hufen.
Und keiner vermag sie zu trennen.
Im Südosten fliegen die Pollen. Sie erscheinen wie Wolken.
Schön im Augenblick – der Sünde.
Kurz – im Blick auf das Herz.
Sie belegen das Land und lassen nicht am Leben, was am Boden sich bewegt.
Der Südosten wird fortgetragen mit der Flut.
Sie nimmt und gibt nichts mehr zurück.
Im Nordosten springt das Reh nicht in den Wald,
sondern richtet sein Blick in die Ferne.
Stille! – Nichts! – Nichts als Stille!
Im Nordwesten lagert der Feind hinter verschlossenen Türen.
Wenn die Blumen sich bewegen, werden sie abgetrennt und fort getragen,
damit man sie in Vasen stelle, nackt und bloß.
Im Südosten ruht der Nebel. Hat alles verschlungen.
Der Draht wurde ausgelegt vom Osten der Macht.
Das Gebirge im Norden ist flach. Flach wie ein ruhiger See.
Man hat abgetrennt die Hügel, damit man besser sehe.
Im Westen des Westens, dort wo man den Westen mit dem Süden vereint,
wird durchtrennt mit Schwert, die Gebeine,
damit man nicht fliehe in den Osten, wo die Pollen sind.
Denn die Augen sind getrübt.
So verirrt man sich im Dickicht der Wahrheit.
Die Länder der Armut – Die Länder des Reichtums.
Sie gibt es nicht mehr. Zu viel versank im Meer.
Was man an der Angel hatte war Reichtum.
Denn man konnte nicht mehr auswerfen die Rute. Zu eng war das Tal.
Denn die Bienen stachen, wenn man gehen wollte, schnell.
Noch schneller war der Atem, noch schneller war das Summen der Bienen.
Im Süden, wo die Palmen sich bogen bei leichter Brise, stehen keine Palmen mehr.
Sie wurden fort getragen vom Wind,
der sich wie Stachel niederlegte und das Feld umgrub,
denn das Faule, das dort kroch, wurde fortgeschwemmt inmitten der Nacht.
Es war und bleibt fort.

(Jesus weint sehr. Seine Tränen rinnen zur Erde.)
O, Mein geliebtes Vaterland! Erkenne Mich!
O, Mein geliebtes Vaterland! Marschiere wie die Soldaten des Friedens!
O, Mein geliebtes Vaterland! Gürte dich mit Weisheit und Güte!
O, Mein geliebtes Vaterland! Du bist nicht mehr!

Seht, das Haus der Liebe! – Es bricht zusammen!

Meine Engel!
Die Engel des Himmels halten das Dach der Kirche,
darunter Mein geliebter Sohn steht – euer Papst Benedikt!

(Gott Vater, auf dem goldenen Thron weint und ruft schmerzlich)
O, Mein geliebtes Vaterland!
Mein geliebtes Land!
Du Erbe der Liebe!
Tröste Mich!
Denn Ich gab und gebe Meine Königliche Liebe!
Das Erbe geht verloren!
Es fließt dahin. Rinnt durch die Finger.
Wie der Sand am Meere, den die Brise fortweht.
Wer das Erbe unterschrieben hat, geht nicht verloren,
denn Ich selbst habe es versiegelt, mit Meines Sohnes Blute!
O, gekrönte Erde!
O, zertretenes Gut!
O, verworfenes Heil!

(Gott Vater weint sehr. Seine Worte sind sehr streng.)
O giftiger Pfeil, der du vernichtest Meines Sohnes Erbe.
Ich selbst werde, euer Gott und Herr, Vater des Himmels und der Erde,
den Pfeil aufhalten – ihn umdrehen.
Und er wird zurückfliegen in dunkler Nacht und das Erbe reinigen,
das von Motten zerfressen wurde.
Durchdringen wird das Gift, das eigene Gift, das man erwählte, die Sünde.

Die Lauen werden zertreten werden. Sie kriechen davon in Ritze.
Doch sie werden eingeholt und in den Brunnen geworfen.
Die Gottlosen werden für immer leiden, für die Zeit,
die Ich mit gerechtem Herzen bestimmen werde.
Die Treuen werden mit Blumen geschmückt.
Ihr Duft riecht man von weitem.

Seht und erkennt!
Ernst ist die Zeit! Ernst ist diese Zeit!
Noch seid ihr wie sorglose Kinder die im Sandkasten spielen.
Doch euer Sand ist schwarz, schimmlig und stinkt zum Himmel!
Die Schwalben fliegen davon, denn die Luft ist verpestet.
Es wird gereinigt werden! Alles!
Damit die Schwalben ihr Nest bauen können, im Dufte der Schöpfung!

(Jesus spricht flehentlich und liebevoll.)
Liebe Kinder!
Erkennt die Zeit!
Erkennt das Ausmaß der Sünde!
Erkennt euer Leben, das kein Leben ist, im Willen des Vaters.
Sondern!
Leben in der Tiefe – am tiefsten Punkt, denn tiefer geht es nicht mehr!

(Jesus schaut in alle Länder, über die ganze Erde und ruft:)
O, Schöpfung, bäume dich auf, damit falle, was im Dunkeln steht!
O, Schöpfung, errichte neu, damit erstrahle „Das Neue Jerusalem“!

joomla 1.6 templates free
By Joomla 1.6 templates free